Zurich Connect Österreich

So bekommen Sie Geld zurück

Nicht nur bei Produkten, auch bei Dienstleistungen haben Sie Anspruch auf Gewährleistung, wenn z.B. der Reiseveranstalter die zugesagten Leistungen nicht erbringt.

1. Veranstalter informieren

Liegt ein Mangel vor, z.B. Sie haben ein Zimmer mit Balkon gebucht, es ist aber keiner dabei, dann sollten Sie den Vertreter des Reiseveranstalters sofort informieren und auf Ihr Recht auf einen Balkon pochen.

2. Beweise sichern

Bleibt Ihre Bitte unerhört, sollten Sie Beweise sichern (z.B. durch Fotos, Videos, Augenzeugen). Zudem kann es im Nachhinein nützlich sein, wenn man eine schriftliche Bestätigung der Reiseleitung hat, dass man sich über die Missstände beschwert hat.

3. Preisminderung verlangen

Schicken Sie dem Reiseveranstalter spätestens zwei Jahre nach Rückkehr aus dem Urlaub einen eingeschriebenen Brief, in dem Sie die Mängel genau beschreiben. Verlangen Sie auch gleich eine angemessene Preisminderung. Dabei können Sie sich an der „Frankfurter Liste“ orientieren. Ein paar Beispiele für Preisminderungen:

  • Fehlender Balkon: 5 bis 10 %
  • Ungeziefer: 10 bis 50 %
  • Lärm in der Nacht: 10 bis 40 %
  • Eintöniger Speisezettel: 5 %
  • Verschmutzter Strand: 10 bis 20 %

Mehrere Mängel können Sie bis zu einer bestimmten Höchstgrenze auch addieren.

» AK: Frankfurter Tabelle


Wenn den Reiseveranstalter ein Verschulden trifft, können Sie eventuell auch Schadenersatz für „entgangene Urlaubsfreude“ verlangen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie durch verdorbenes Essen an Durchfall erkranken. Bis zu drei Jahre haben Sie dann Zeit, den Anspruch geltend zu machen.

4. Nur Bares ist Wahres

Der Reiseveranstalter möchte Sie mit einem Gutschein abfertigen? Das müssen Sie nicht akzeptieren. Sie haben Recht auf Geldersatz!