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Rechtliche Unterschiede

Ihr Kind hat sich für einen Ferialjob, ein Praktikum oder Volontariat beworben: Ist das „g’hupft wie g’sprungen“? Nein! Je nach Bezeichnung gelten unterschiedliche Rechte.


Praktikum

Wenn die Schule, Uni oder FH ein Praktikum im Lehr- bzw. Studienplan vorschreibt, so kann Ihr Kind als PraktikantIn angestellt werden. Dabei ist das Gehalt eher niedrig, da Ihr Kind dort nicht nur arbeiten soll, sondern gleichzeitig ausgebildet wird. Wenn es an der Arbeitsstelle nur lernt, den Kopierer richtig zu bedienen, läuft hier definitiv etwas falsch.

Ferienjob als "normale/r ArbeitnehmerIn"

In diesem Fall ist das Dienstverhältnis befristet und nicht einfach spontan kündbar. Es besteht Anspruch auf kollektivvertragliche Entlohnung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Urlaub, Bezahlung der Überstunden etc. Natürlich muss dies alles anteilig auf die Monate heruntergerechnet werden, in denen Ihr Kind für die Firma arbeitet. Diese Forderungen können übrigens auch nachträglich gestellt werden.

Volontariat

Beim Volontariat handelt es sich um kein Arbeitsverhältnis. Es geht darum, dass Ihr Kind die Firma kennenlernt und sich bestimmte Fertigkeiten aneignet. Es wird nicht bezahlt, muss aber auch nichts „hackeln“ und ist an keine Arbeitszeiten gebunden. Trotzdem muss Ihr Kind von der jeweiligen Firma unfallversichert werden.

Freier Dienstvertrag vs. Werkvertrag

In beiden Fällen hat Ihr Kind beim Arbeiten relativ große Freiheiten, es ist z.B. an keine fixe Arbeitszeit gebunden und kann eigene Arbeitsmittel verwenden. Beim Dienstvertrag wird nach Stunden bezahlt, Ihr Kind übernimmt keinerlei Erfolgsgarantie. Beim Werkvertrag erfolgt die Bezahlung sobald das „Werk“ vollendet ist. In beiden Fällen muss Ihr Kind das Einkommen selbst versteuern. Die Sozialversicherungsbeträge führt im Falle des freien Dienstvertrags der Arbeitgeber ab, als WerkvertragsnehmerIn muss man sich selbst bei der Gewerblichen Sozialversicherung melden.

Tipp!

Auch für FerialpraktikantInnen lohnt sich der jährliche Steuerausgleich - und wenn es nur 20 Euro sind.