Zurich Connect Österreich
Umweltzonen

Durch die Kälte des strengen Winters trat extreme Feinstaubbelastung in vielen österreichischen Großstädten auf. In der Bundeshauptstadt wurde der Tagesmaximalwert heuer bereits um die 20 Mal überschritten (Stand: März 2017). Deshalb sind Maßnahmen gegen die Feinstaubbelastung in Wien und Graz aktuell ein vieldiskutiertes Thema.

Die Ausweitung des Parkpickerls, verstärktes Carsharing, die Förderung von E-Mobilität und öffentliche Verkehrsmittel reichen offensichtlich nicht aus, das Problem in den Griff zu bekommen. Geht es nach den Grünen, soll es deshalb unter anderem künftig Umweltzonen in Wien geben!

Was sind Umweltzonen?

    Umweltzonen werden errichtet, um verkehrsbedingten Umweltbelastungen entgegenzuwirken. Sie stellen ein geografisch begrenztes Gebiet dar, in dem sich nur Kraftfahrzeuge (PKW und LKW) bewegen dürfen, die eine bestimmte Abgasnorm nicht überschreiten.

    In Deutschland werden die Autos beispielsweise mit einer Plakette an der Windschutzscheibe in den Farben rot, gelb und grün gekennzeichnet. Die Umweltzone selbst ist an einer entsprechenden Beschilderung erkennbar.

Wo existieren Umweltzonen in Europa?

    In ein paar europäischen Städten wie München, Paris und Lissabon wurden Umweltzonen bereits eingeführt. Alleine in Deutschland sind sie in 54 Städten Realität. In vielen weiteren europäischen Metropolen wird deren Einführung erwägt.

Was wird in Österreich diskutiert?

Bereits 2010 waren die Umweltzonen mit der SPÖ ein Thema, nun lassen die Grünen es erneut aufleben. Wie genau die Zonen aussehen, sollen die Experten entscheiden. Mit einer Studie wollen die Grünen die positiven Folgen aufzeigen und schließlich auch die SPÖ überzeugen. Eine mögliche Variante wäre, alle Fahrzeuge mit einer schlechteren Schadstoffklasse als Euro 6 in Wien zu verbieten.

Der Autofahrerclub ÖAMTC spricht sich gegen Umweltzonen aus. Denn er sieht damit eine Benachteiligung der unteren sozialen Schichten, die vorrangig mit älteren Fahrzeugen unterwegs sind. Wirksame Maßnahmen zur Verringerung der Feinstaubbelastung seien hingegen der Bau des Lobautunnels, der die Konzentration des Gütertransports im Stadtgebiet entlastet, sowie die Errichtung zusätzlicher Park-and-ride-Anlagen.

Erfahren Sie über die Euro-Abgasklasse Ihres Fahrzeugs!

Was hilft Ihrer Meinung nach, um die Feinstaubbelastung zu verringern? Wie stehen Sie zur Einführung von Umweltzonen in Wien?


Daten zur Person:
Bitte füllen Sie die *Sternchen-Felder aus.
Ihr Kommentar:
* Pflichtfeld


Kommentare unserer LeserInnen

E. Gallinger Der nächste grüne Schwachsinn. Möchte zu bedenken geben, daß auch Fahrzeuge die erst 2 Jahre alt sind, davon betroffen sein könnten. Müssen sich jetzt aller mit weniger als Euro6 einen neuen Wagen kaufen? Wer soll das bezahlen? Ist eindeutig eine Diskriminierung. Beim kleinen Mann traut sich die Politik alles, aber beim Flugverkehr gar nichts, u. die fliegen nicht mit "Euro6", denn Kerosin ist nichts Anderes als besseres Petroleum, aber das macht ja über Wien nur gesunde Abgase, ganz zu schweigen wenn da einmal ein A380 über Wien runter kommt.
Scheinbar muß alles in Richtung E-Mobilität gehen, aber daß von der Stromerzeugung, den Batterien u. deren späterer Entsorgung, fehlendem Ladenetz auch nichts wirklich Umweltfreundliches heraus kommt, haben Experten ja schon nachgewiesen.
Nachzulesen: Vogelschutzgebiet Neusiedlersee - dort gibt es teilweise höhere Feinstaubwerte als in Wien - u. dort fährt kein einziges Auto