Zurich Connect Österreich
 
November 2019
Ein Reboarder: Nein, das ist keine bestimmte Marke. Das ist die Bezeichnung für Kindersitze, die rückwärtsgerichtet sind. Das heißt, Ihr Kind sitzt entgegen der Fahrtrichtung und schaut nach hinten.
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Von der Babyschale zum nicht so sicheren Kindersitz

In der Babyschale schauen die Neugeborenen generell nach hinten. Wenn die Schale zu klein wird, steigen viele auf einen „normalen“ Kindersitz um, in dem das Kind nach vorne sieht. Das ist zwar erlaubt, die sicherste Variante ist es aber nicht!

Warum Reboarder die beste Wahl sind

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Frontalzusammenstoß. In einem Standard-Kindersitz schnalzt der Kopf des Kindes nach vorne. Kopf und Nacken müssen sehr viel (manchmal zu viel) Druck aushalten, nur in 60% der Fälle gibt es keine schweren Verletzungen. Bei Reboardern hingegen fängt der gesamte Rücken die Belastung auf. Der Kopf drückt in den Sitz, sodass Nacken- und Wirbelsäulenverletzungen um bis zu 90% reduziert werden. Auch bei einem seitlichen Zusammenstoß ist Ihr Kind im Reboarder sicherer.

Ihnen sind spontan Gegenargumente eingefallen?

Wer fürchtet, dass das Kind so weniger von der Umgebung sieht, täuscht sich. Erstens sitzt es im Reboarder höher als in einem normalen Kindersitz, zweitens sieht es (wenn man die Kopfstütze des Autositzes abmontiert) durch die große Heckscheibe und die Seitenscheiben auch mehr. Schlecht wird den Kindern nicht – sofern ihnen nicht auch schon in der Babyschale übel wurde. Und falls Sie sich fragen, wo die Füße Ihres Kindes hinkommen: Große Kinder sitzen im Endeffekt oft im Schneidersitz im Reboarder.

Mögliche Nachteile

Warum hat dann nicht jeder einen Reboarder, wenn er so super ist? Naja, das liegt einerseits am Geld: Reboarder sind im Durchschnitt teurer. Andererseits kann im Auto akuter Platzmangel herrschen. Wird der Reboarder auf dem Rücksitz montiert, muss der vordere Sitz meist weit nach vorne geschoben werden – eine groß gewachsene Person hat nicht mehr bequem Platz. Deshalb sollte auf jeden Fall vor dem Kauf getestet werden, ob der Kindersitz zu Ihrem Auto passt.

Wann darf das Kind dann nach vorne gerichtet sitzen?

Mit dem Alter des Kindes verändert sich auch das Verhältnis des Kopfs zum restlichen Körper. Mit knapp einem halben Jahr macht der Kopf ein Viertel (!) des Körpergewichts aus. Bei Erwachsenen sind es nur mehr 6%. Experten empfehlen daher, Kinder mindestens bis zum 3. Geburtstag rückwärts fahren zu lassen und erst dann umzusteigen.

Quellen:
https://www.oeamtc.at/thema/kindersicherheit/rueckwaertsgerichtete-kindersitze-reboarder-bieten-sicherheitsvorteile-16182656
https://www.zwergperten-shop.at
https://www.kidsaway.de/reiseplanung/auto/15-fragen-zu-reboard-sitzen-mehr-sicherheit-fuer-kinder-im-auto/

War Ihnen vor dem Artikel bewusst, dass es Reboarder gibt oder fährt Ihr Kind eh schon darin? Geben Sie Ihren Kommentar ab!


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