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Führerschein-Befristung nicht umgehbar

Seit Jahresbeginn stürmen ÖsterreicherInnen die Verkehrsämter, um vom papierenen Führerschein auf eine Scheckkarte umzusteigen. Die falsche Annahme: Wer jetzt umsteigt, bekommt einen unbefristeten Führerschein.

Befristeter Schein ab 2033 Pflicht

Schaut Ihnen Ihr Führerscheinfoto noch ähnlich? Nein? Das ist einer der Gründe, warum am 19. Jänner 2013 dank einer EU-Richtlinie der befristete Führerschein kommt. Alle 15 Jahre muss man sich in Zukunft einen neuen Führerschein holen. Viele glauben, dass sie durch einen Umstieg vor 2013 der Befristung entgehen, doch das ist nicht der Fall.

Spätestens 20 Jahre später, also bis zum 19. Jänner 2033, müssen Sie auf den befristeten Führerschein umsteigen. Dieser unterscheidet sich vom Aussehen nicht großartig von der derzeitigen Version, es kommen nur neue Führerscheinklassen hinzu. In Zukunft steht AM für Moped und A1 bzw. A2 für Motorrad.

Sie müssen/wollen jetzt schon umsteigen?

Wenn Sie jetzt schon einen Scheckkarten- oder Papier-Führerschein besitzen, gilt dieser bis 18. Jänner 2033. Ein vorzeitiger Wechsel ist nur dann verpflichtend, wenn die Daten auf dem Schein nicht mehr lesbar oder Sie auf dem Foto nicht mehr erkennbar sind.

Wer trotzdem jetzt schon umsteigen möchte, muss nur mit dem alten Führerschein und einem neuen Passfoto zur Bezirkshauptmannschaft oder Bundespolizeidirektion gehen. Der neue Führerschein kostet 49,50 Euro und ist fälschungssicherer als die Papiervariante. Eine Gesundheitsuntersuchung ist nicht notwendig.