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Seit Jahresbeginn ist vieles anders. Haben Sie es schon bemerkt?
2016: Änderungen im Autoverkehr

Was Sie 2016 wissen sollten

Die wichtigsten Änderungen im Bereich Verkehrswirtschaft und Recht haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Erleichterungen beim "Pickerl"

Bei einer Nachprüfung von festgestellten Mängeln müssen zukünftig nur mehr die Mängelpositionen überprüft werden. Einzige Bedingung: Man muss innerhalb von vier Wochen und bei maximal 1.000 zwischenzeitlich zurückgelegten Kilometern wieder zur selben Prüf- oder Begutachtungsstelle fahren.

Nicht nur Telefonieren am Steuer ist verboten

Noch heuer soll klargestellt werden: Auch jede andere Nutzung des Mobiltelefons ist während der Fahrt verboten. Einzige Ausnahme: Das Verwenden eines Navis am Smartphone, wenn das Gerät im Fahrzeug befestigt ist.

Pendlerzuschlag neu

ArbeitnehmerInnen, die aufgrund ihres geringen Einkommens keine Einkommensteuer zahlen, erhalten ab dem Jahr 2016 eine Gutschrift in der Höhe von 50 Prozent bestimmter Werbungskosten, maximal jedoch 400 Euro. Würde auch eine Pendlerpauschale zustehen, erhöht sich dieser Maximalbetrag auf 500 Euro.

Fahrlässigkeit wird härter bestraft

Hat ein Verkehrsunfall den Tod mehrerer Personen zur Folge, droht mit 1. Jänner 2016 eine Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren. Wenn es sich dabei um grobe Fahrlässigkeit (z.B. starke Alkoholisierung) handelt, muss man bis zu 5 Jahre im Gefängnis sitzen. Werden die Menschen "nur" schwer verletzt, sind es bis zu drei Jahre Haft.

Keine Umweltbelastung = vorsteuerabzugsberechtigt

Der CO2-Ausstoß Ihres Wagens beträgt 0 Gramm pro Kilometer? Gratuliere, damit ist er nun automatisch vorsteuerabzugsberechtigt.

Privat genutzte Firmenautos

Wenn Sie Ihren Firmenwagen auch privat nutzen, erhöht sich die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer und die Sozialversicherungsabgabe. Seit 2016 hängt dieser Zuschlag vom C02-Ausstoß des Wagens ab. Sind es mehr als
130 g pro Kilometer, erhöht sich der monatliche Sachbezugswert auf 2% (max. 960 Euro) der Anschaffungskosten. Wenn Sie aber weniger als 500 km pro Monat privat fahren, können Sie nach wie vor den halben Sachbezug ansetzen. Für Fahrzeuge mit keinem CO2-Ausstoß (z.B. Elektroautos) entfällt der Sachbezug!

Verkauf des Autos ins Ausland

Bei Verkauf des Fahrzeuges ins Ausland ist es ab 2016 erstmalig auch für private Verkäufer möglich, die Normverbrauchsabgabe (NoVA) anteilig erstattet zu bekommen.

Senkung des NoVA-Abzugspostens

Ab 2016 wird der NoVA-Abzugsposten in der Berechnungsformel auf 300 Euro gesenkt. Dies gilt auch für umweltfreundliche Fahrzeuge (Hybrid, Flüssiggas, E85 ...), die bisher einen Bonus von 600 Euro hatten.

Was doch nicht kommt

Derzeit sieht es nicht so aus, als würde die Pkw-Maut in Deutschland bald umgesetzt.

Was halten Sie von den Neuerungen? Geben Sie Ihren Kommentar ab!


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Kommentare unserer LeserInnen

MEMIL Der Zwiebel wird weiterhin langsam geschellt. Bei Tötung mehrerer Personen (sagen wir, ein voller Bus) darf der Täter bis 5 Jahre ins Gefängnis gehen, mit guter Führung in 2,5 Jahren wieder frei (wenn er nicht schon viel früher mit Fussfessel frei ist) und schon auf den nächsten Bus warten... Gratulationen!
Hubeert R Ich hab auch sehr viel gegen die Handytelefonierer am Steuer ohne Freisprecheinrichtung und das SMS tippen. Besser als die Strafenerhöhung allerdings wäre, die Häufigkeit der Kontrollen. Da müsste die Polizei auch sich selbst aber öfter bestrafen. Leider trifft das nicht nur auf die PKW zu, sondern sehr häufig auf die LKW, aber auch auf Buse. Das Glück für die Polizei ist, dass man nicht gleichzeitig fahren und fotografieren kann, sonst würde es viel öfter Bilder auf Youtube geben.
Petra Schilder Neuerung 5: co2-der "Fehlerteufel hat zugeschlagen. Im 2. Satz heisst es "Gratuliere, damit erst er. .. statt IST er. LG. Petra

Zurich: Danke für das aufmerksame Lesen, der Fehler ist inzwischen ausgebessert!
Kastra Das Bedienen eines NAVI ist absurd während der Fahrt. die Komplexität eines richtig eingesetzten und programmierten NAVI steht in keinem vergleichbaren Verhältnis zu einem guten Handy. Das bedarf echte Konzentration die dem Lenker fehlt ! Hingegen die Bestrafung der Handyverwendung ist und bleibt ein reiner Abzockerakt. Zur gefährlichen Ablenkung(Handy usw.). Weiter vermisse ich das totale Rauchverbot am Steuer. Wer dies unbedingt braucht sollte auch hier eine "Rauchpause" einlegen da sich in der Fahrerzelle der Schadstoff mehr als multipliziert ! Gehört prinzipiell verboten.
Varnai Es ist immer noch zu Mild. "Fahrlässigkeit wird härter bestraft" "Was doch nicht kommt" Dobrin ist ein cloaka-Slovaka.
Wabnegg Wie siehts mit der Nutzung des smartphones über Freisprecheinrichtung aus. Dazu muß auch eine Nr. gewählt werden bzw. im Verzeichnis gesucht werden. Ist auch dass verboten? Dann wäre telefonieren während der Fahrt nur mehr für Reiche möglich die ein Fahrzeug besitzen wo alles integriert ist.???????
Herbert Find ich OK. Was allerdings geändert werden muss ist die Kfz-Steuerberechnung man sollte endlich beginnen die Steuer nach der Größe bzw. nach dem Volumen des Fahrzeugs zu berechnen nur so kann es in Zukunft noch Parkplätze geben.
snuupy @kastra: schön das du dir sorgen um die gesundheit der menschen machst, dürfte ja heute üblich sein das andere (obrigkeit) sagen was man essen, trinken rauchen oder sonst was darf, und vor allem wo wenn überhaupt noch. ich finde das ein eingriff in meine privatsphäre und werde solche sachen wie rauchverbot oder kein fettes essen sicherlich nie akzeptieren und wenns mal soweit kommen sollte auch nicht einhalten. wir sind alles(oder sollten es sein) mündige erwachsene menschen, und jeder sollte selber entscheiden was gut und richtig ist in 1nem punkt gebe ich ihenen allerdings recht - handy und auto sind nicht kombinierbar, und wenn nur mit freisprecheinrichtung