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Alles Wissenswerte rund ums Fahrrad

Jährlich verletzen sich rund 5.600 Personen beim Radfahren. Besonders häufig kommt es bei Kreuzungen zu Unfällen. Auf Radwegen findet nur ein Fünftel der Unfälle statt. Wenn Ihr Fahrrad richtig ausgestattet ist, Sie die gesetzlichen Bestimmungen nicht missachten und unsere Sicherheitstipps befolgen, steht dem gefahrfreien Sporteln nichts mehr im Weg.

Gesetzliche Bestimmungen: Was ist erlaubt, was nicht?

  • Vorrang & Nachrang
    Auf Radwegen, -streifen sowie Radfahrerüberfahrten haben Radler gegenüber Kraftfahrzeugen Vorrang. Nachrang besteht nur beim Verlassen der Radfahranlage.
  • Queren von Schutzwegen
    Fußgänger haben auf Schutzwegen Vorrang gegenüber Radfahrern.
  • Radfahrüberfahrten
    Wenn die Überfahrt nicht durch Ampeln geregelt ist, dürfen Radfahrer diese mit maximal 10km/h befahren. Schienen- und Einsatzfahrzeuge haben immer Vorrang.
  • Radfahren gegen die Einbahn
    In Wohnstraßen ist Radfahren gegen die Einbahn erlaubt, bei allen anderen Einbahnen nur dann, wenn es eine Zusatztafel anzeigt.
  • Kinder im Radverkehr
    Kinder unter zwölf Jahren müssen von Aufsichtspersonen (mind. 16 Jahre alt) begleitet werden. Eine Ausnahme gilt für Kinder ab zehn Jahren, wenn diese eine Fahrradprüfung abgelegt und ihren Fahrradausweis mithaben. Bis zum 13. Geburtstag ist ein Helm Pflicht.
  • Kindersitz
    Kindersitze dürfen nur hinter dem Fahrer angebracht werden und müssen fest mit dem Rahmen verbunden sein. Es darf maximal ein Kind befördert werden. Ausstattung eines Kindersitzes:
    • Gurtsystem
    • Höhenverstellbarer Beinschutz
    • Fixierriemen für die Füße
    • Lehne, die das Abstützen des Kopfes erlaubt
  • Weiters zu beachten:
    • Auf Gehsteigen, Autobahnen und Autostraßen ist Fahrradfahren verboten.
    • Nebeneinanderfahren auf der Fahrbahn ist nur bei Trainingsfahrten erlaubt.
    • Vorschlängeln zwischen angehaltenen Fahrzeugen, obwohl zu wenig Platz ist, ist verboten.
    • Bei mehreren Personen auf einem Fahrrad braucht jede einen eigenen Sitz mit Haltevorrichtung und Pedalen.
    • Auch für Radfahrer gilt ein Alkohollimit! Ab 0,5 Promille kann die Polizei eingreifen, ab 0,8 Promille eine Geldstrafe verhängen.
    • Auf Fußgänger ist grundsätzlich Rücksicht zu nehmen.

Vorgeschriebene Ausstattung für Ihr Fahrrad

  • Zwei voneinander unabhängig wirkende Bremsen
  • Ein hell leuchtender Scheinwerfer vorne
  • Weißer Rückstrahler vorne
  • Rotes Rücklicht (rote Leuchtdioden-Blinkies sind auch erlaubt)
  • Roter Rückstrahler hinten
  • Gelbe Rückstrahler an den Pedalen
  • Zwei gelbe Seitenstrahler pro Laufrad
  • Fahrradglocke oder -hupe
Nicht verpflichtend, aber empfohlen:
  • Radhelm (Prüfzeichen TÜV-GS, ANSI oder EN 1078)
  • Reflektierende Elemente an der Kleidung

Bei Tageslicht und guter Sicht braucht man weder Scheinwerfer noch Rücklicht, jedoch alle vorgeschriebenen Reflektoren (wichtig: auch bei Mountainbikes!).

Rad & U-Bahn - eine umweltfreundliche Kombination

Fahrräder können an Werktagen von 9 bis 15 Uhr und ab 18.30 Uhr, an Samstagen ab 9 Uhr und an Sonn- und Feiertagen ganztätig in den Wiener U-Bahnen mitgenommen werden. Sie besitzen eine Jahreskarte? Glückwunsch, für Sie ist die Fahrradmitnahme kostenlos. Alle anderen müssen einen Fahrschein zum Halbpreis entwerten.