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Ihr Weg aus der WinterdepressionGehören Sie zu jenen Menschen, bei denen mit dem trüben Wetter auch ihr Leben grau wird? Der Grund für diese saisonal abhängige Depression (SAD) ist in erster Linie ein Mangel an Licht. Dieser kann Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Unausgeglichenheit, aber auch Müdigkeit und Heißhunger verursachen. Raus aus den vier WändenAm besten besiegen Sie das Wintertief indem Sie im wahrsten Sinne des Wortes die Flucht ergreifen. Wenn Sie das nötige Kleingeld haben, setzen Sie sich in ein Flugzeug und verbringen Sie die Wintermonate im Süden. Ein bisschen zu radikal? Dann versuchen Sie auf anderem Wege, so viel Licht zu tanken wie möglich. Das ist deshalb wichtig, da der Körper unter dem Einfluss von Licht verstärkt Endorphine (Glückshormone) produziert und den stimmungsaufhellenden Botenstoff Serotonin ausschüttet. Da das natürliche Tageslicht selbst an grauen Tagen drei- bis viermal stärker als die Beleuchtung in Räumen ist, sollten Sie sich tagsüber regelmäßig im Freien aufhalten - bestenfalls betreiben Sie dabei Sport. Gehen Sie einfach mal zu Fuß, anstatt die U-Bahn zu nehmen. LichttherapieFalls Sie sich mit dem spärlichen Sonnenlicht im Winter nicht zufrieden geben wollen, können Sie zur Steigerung Ihres Wohlbefindens auch auf künstliche Lichtquellen zurückgreifen. Für die Lichttherapie werden spezielle Lampen eingesetzt, die mit hellem, weißen Licht das Tageslicht simulieren und im Gegensatz zu Solarien keinen schädlichen UV-Anteil besitzen. Sie können also auch direkt in die Lichtquelle blicken. Das ist wichtig, weil der antidepressive Effekt der Lichttherapie über das Auge vermittelt wird. Um das Tageslicht etwas zu verlängern, benutzen Sie die Lampe am besten täglich vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang etwa eine Stunde lang. Je mehr Lux (internationale Einheit für Beleuchtungsstärke) das Gerät hat, umso weniger Zeit müssen Sie dafür aufwenden. Die Spannbreite der Geräte reicht übrigens von etwa 2.500 bis 10.000 Lux. Grauer Alltag - bunter TellerDas Grau in Grau der Straßen sollte sich nicht auf Ihrem Teller widerspiegeln. Ihre Nahrung sollte abwechslungsreich und bunt sein. Achten Sie auf viel Magnesium, das Sie z.B. in Bananen, Linsen, Nüssen und Trockenfrüchten finden. Auch kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Reis, Nudeln und Kartoffeln sollten sich auf Ihrem Speiseplan wiederfinden, da diese viel Serotonin enthalten. Fisch, viel Gemüse, Jogurt und Käse sollten ebenfalls nicht fehlen. Für Naschkatzen: Bitterschokolade ist wärmstens zu empfehlen. Generell enthalten Süßigkeiten stimmungsfördernde Stoffe. Sie sollten aber nur in Maßen genossen werden, sonst könnten Sie im Frühjahr wegen des Winterspecks depressiv werden. Ein Geheimtipp ist Johanniskraut. Davon gibt es verschiedene Fertigpräparate: Kapseln mit getrocknetem Extrakt, Tropfen oder sogar Tee. Aber Achtung: Es kann zu Wechselwirkungen kommen und hellhäutige Menschen können auf Sonne empfindlicher reagieren. Farbenfrohe DekorationDekorieren Sie Ihre Wohnung mit warmen Farben, wie Rot, Orange und Gelb. Sie vermitteln ein Gefühl von Wärme und Fröhlichkeit. Schließlich heißt das Wort "farbenfroh" nicht umsonst so. Auch Blumen können den Sommer wieder zurück in die eigenen vier Wände holen. Wenn alle Stricke reißen: Medikamentöse BehandlungWenn alle genannten Tipps keinen gewünschten Erfolg zeigen, können Sie auch eine medikamentöse Therapie mit einem Antidepressivum versuchen. Dann sollten Sie sich aber unbedingt an Ihren Arzt wenden. Mehr Infos zur Winterdepression
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