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Sonnenschutz

Brenzlige Ammenmärchen

Dass man auch im Schatten einen Sonnenbrand bekommen kann, dürfte inzwischen jedem bekannt sein. Es gibt aber noch weitere Mythen, die nicht so häufig kommuniziert werden und ebenfalls ziemlich brenzlig werden können:

Am Morgen und abends ist die Sonne nicht so gefährlich

Immer wieder wird davor gewarnt, um die Mittagszeit in die Sonne zu gehen. Das bedeutet aber nicht, dass die Strahlung zu anderen Tageszeiten schwächer wäre. Dies trifft nur auf die UVB-Strahlen zu, die UVA-Strahlen bleiben den ganzen Tag auf demselben hohen Niveau und verursachen frühzeitige Hautalterung. Daher sollten Sie sich, wenn Sie auf jugendliches Aussehen Wert legen, den ganzen Tag vor der Sonne schützen.

Öfteres Nachcremen erhöht den Schutz

Wenn Ihre Eigenschutzzeit 10 Minuten beträgt, so schützt Sie eine Sonnencreme mit LSF 20 rund 200 Minuten lang vor Sonnenbrand. Durch Baden, Schwitzen etc. ist Ihre Haut schon bald nicht mehr so perfekt eingecremt wie zu Beginn, deshalb sollten Sie regelmäßig nachcremen – und das möglichst großzügig. Theoretisch sollten Sie pro Person und Tag am Strand eine ganze Flasche (!) verbrauchen. Trotzdem ist bei unserem Beispiel nach 200 Minuten Schluss mit dem Sonnenbaden, die Schutzzeit verlängert sich nämlich nicht.

Der Sonnenschutz muss kräftig einmassiert werden

Tragen Sie die Creme besser so auf, dass ein leichter Film über der Haut liegt. Einer Studie zufolge wirkt zu stark einmassierte Sonnenlotion so gut wie gar nicht. Gründe dafür könnten sein, dass sich die Creme in Schweißdrüsen und Falten sammelt oder dass sich der UV-Filter beim Eindringen in die Haut verändert. Die Forscher rätseln weiter - vielleicht haben Sie ja eine eigene Theorie?

Hoher Lichtschutzfaktor bedeutet Blässe

Sogenannte „Sun-Blocker“, die überhaupt keine Strahlen durchlassen, gibt es nicht und dürfen auch nicht so bezeichnet werden. Auch Sonnencremes mit LSF 50 lassen immer noch einen Teil der UV-Strahlen durch. So werden Sie trotzdem braun, wenn es auch etwas länger dauert.

Sonnenbaden ist wichtig für die Bildung von Vitamin D

Für Ihren Vitaminhaushalt genügt es, sich zehn Minuten im Freien aufzuhalten. Gesicht, Hände und Arme tanken in dieser Zeit genügend Sonnenlicht. Auf stundenlanges Braten in der Sonne können Sie also getrost verzichten.

Hinter dem Fenster brauche ich keinen Sonnenschutz

UVB-Strahlen, die für die Bräune der Haut verantwortlich sind, können Glas tatsächlich nicht durchdringen. UVA-Strahlen hingegen schon und lösen damit Hautschäden und Sonnenallergie aus.

Sonnencreme muss ich nach einem Jahr wegschmeißen

Angefangene Flaschen sollten Sie im Folgejahr wirklich nicht mehr verwenden, außer Sie haben sie im Kühlschrank aufbewahrt. Es spricht allerdings nichts dagegen, ungeöffnete Flaschen ein Jahr später zu benutzen. Beachten Sie gegebenenfalls das aufgedruckte Verfallsdatum.

Ein Hauttyptest verrät mir, welchen LSF ich brauche

Verlassen Sie sich lieber auf Ihre Erfahrung. Schließlich gibt es dunkelhaarige Schneewittchen-Typen, die nach kürzester Zeit krebsrot sind, und Blonde, die schnell braun werden.

Ohne After-Sun-Produkte geht es nicht

So ein Sonnenbad trocknet Ihre Haut ordentlich aus. Da macht es Sinn, sie anschließend wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen. Teure After-Sun-Produkte müssen aber nicht sein, auch eine günstige Allzweckcreme erfüllt Ihren Zweck.

Bei Sonnenbrand einfach Joghurt oder Topfen auftragen

Dieser Tipp verschafft höchstens deshalb Erleichterung, weil die betroffene Stelle dadurch gekühlt wird. Die in Milchprodukten vorhandenen Keime können jedoch Entzündungen hervorrufen. Mit einem Mittel aus der Apotheke sind Sie in jedem Fall besser beraten.

Mehr Infos zum Sonnenschutz


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