Im Auto gesichert, auf den Straßen schutzlos
Knapp 91 Prozent der Kinder werden inzwischen im Auto mit Gurt oder Kindersitz gesichert, so eine Studie
des KfV*. Doch auch auf dem Schulweg gibt es genügend Gefahrenquellen -
und hier ist Ihr Kind täglich alleine unterwegs. Schützen Sie es durch eine vernünftige Wahl des
Weges, Reflektoren und vorbildhaftes Verhalten.
Tarnkappe absetzen
- Mut zur Farbe:
Kleiden Sie Ihr Kind und auch sich selber
möglichst hell und bunt, selbst wenn Sie dabei einen Mode-Fauxpas begehen. Damit
werden Sie im Dunkeln rund 20 Meter früher als schwarz gekleidete Personen
gesehen.
- Ausstrahlung ist wichtig:
In Schultaschen sind reflektierende
Elemente meist von vornherein eingearbeitet, Rucksäcke sollten Sie selber bekleben.
Reflektoren sind vorne und hinten auf Jacke und Schuhen anzubringen, aber auch seitlich,
zum Beispiel am Oberarm. Dafür gibt es spezielle Arm- und Fußbänder sowie Reflexmaterial
zum Aufnähen oder Aufkleben. Ihr Kind wird bei Dunkelheit somit schon aus einer Entfernung
von bis zu 160 Metern gesehen.
Die Qual der Wahl des Schulweges
- Sicherer Umweg statt gefährlicher Abkürzung:
Bevorzugen Sie übersichtliche Kreuzungen mit Ampelregelung, auch wenn Ihr Kind dadurch
etwas länger zu gehen hat.
- Betrachten Sie die Welt aus der Kinderperspektive:
Aufgrund ihrer geringen Körpergröße ist es für Kinder schwieriger, die Verkehrssituation
richtig zu erfassen. So behindert ein parkendes Auto die Sicht auf die Straße und
umgekehrt ist ein Kind hinter einem Auto praktisch unsichtbar.
- Nicht nur Mathematik üben:
Gehen sie mit Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn den Schulweg so lange und oft wie nur
möglich ab, speziell zu den Tageszeiten, zu welchen Ihr Kind später auch unterwegs
sein wird.
Mit gutem Beispiel vorangehen
- Vorbildwirkung nutzen:
Kinder lernen, indem sie andere nachahmen. Denken Sie daran, wenn Sie gerade eine
Kreuzung trotz roter Ampel überqueren, dass irgendwo ein kleiner Imitator herumlaufen
könnte: "Aber die Frau/der Mann geht ja auch bei rot über die Straße!"
- Die eigene "Coolness" aufs Spiel setzen:
Wenn Sie Ihr Kind zum Tragen von Reflektoren verpflichten, verpflichten Sie sich gleich
mit. Sicherheit kann nie schaden, oder?
Falls doch etwas passiert...
Die gesetzliche Unfallversicherung schützt Ihr Kind nur auf dem Weg zur und in der Schule. Kinder vor Schulantritt bzw. Freizeitunfälle sind nicht
versichert. Sorgen Sie rechtzeitig mit einer Kinderunfallversicherung vor und schützen Sie sich so vor unerwarteten
finanziellen Engpässen.
* Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit
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