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Schulangst
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Mama, ich hab so Bauchweh!

Schulangst und ihre Auslöser

Kennen Sie auch diese morgendlichen Dramen, wenn sich Ihr Kind partout weigert, in die Schule zu gehen? Hat es außerdem häufig Bauchschmerzen oder schläft es schlecht? Dann sollten Sie abklären, ob es vielleicht an Schulangst leidet.

Was ist Schulangst?

Von Schulangst spricht man, wenn das Kind so einen Druck oder Zwang verspürt, die Schule besuchen zu müssen, dass es mit psychischen oder psychosomatischen Symptomen antwortet. Sie taucht in erster Linie auf, wenn Prüfungen anstehen oder das Kind Angst vor SchülerInnen oder LehrerInnen hat.

Gibt es einen Unterschied zur Schulphobie?

Ja. Bei der Schulphobie fällt es dem Kind enorm schwer, sich von der Bezugsperson, meist die Mutter, zu lösen. Es hat Angst, die Sicherheit des Elternhauses zu verlassen und sich abzunabeln.

Woher kann die Angst kommen?

  • Leistungsangst
    Diese äußert sich vor allem kurz vor Prüfungen. Das Kind hat Angst vor schlechten Noten oder gar vor dem Sitzen bleiben und will sich nicht lächerlich machen lassen. Auch Leistungsdruck von Seiten der Eltern kann zu Schulangst führen.
  • Problematische Familienverhältnisse
    Wenn es in der Familie kriselt oder das Kind eine Trennung noch nicht vollständig verarbeitet hat, kann dies zu einer Schulphobie führen.
  • Soziale Angst
    Möglicherweise hat das Kind auch Angst vor MitschülerInnen oder LehrerInnen. Wird es vielleicht gemobbt?
  • Schulwechsel und Umzüge in eine andere Stadt
    Der Wechsel von der Volksschule in Hauptschule oder AHS kann ein einschneidendes Erlebnis sein.
  • Lernschwierigkeiten
    Möglicherweise hat Ihr Kind aber auch einfach noch nicht gelernt zu lernen. Nach ein paar negativen Erlebnissen kann sich auch daraus dann eine Leistungsangst ergeben.

Wie kann ich Schulangst erkennen?

Schulangst zu erkennen ist leider gar nicht so einfach, da sich die Angst meist in versteckten Symptomen wie Bauchweh, Kopfweh, Bettnässen, Stottern, Nervosität oder Schlafstörungen äußert. Dürfen Kinder daraufhin zuhause bleiben, lassen diese Symptome plötzlich nach, nur um am nächsten Tag vor dem Schulbesuch wieder aufzutreten. Hat Ihr Kind also häufig – vor allem vor Schularbeiten oder Tests - Schmerzen, für die es keine organische Erklärung gibt, sollten Sie genauer hinsehen. Dasselbe gilt dann, wenn es trotz Nachhilfe keine richtigen Fortschritte macht.

Was kann ich gegen Schulangst oder -phobie tun?

Klären Sie auf jeden Fall zunächst ab, ob Ihr Kind wirklich krank ist oder Probleme beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen hat. Vielleicht ist Ihr Kind auch einfach nur mit dem Schultyp über- oder unterfordert. Sollte es mit dem Unterrichtsstoff nicht zurecht kommen, ist Nachhilfe eine Option, in schlimmen Fällen sollten Sie über einen Klassen- oder Schulwechsel nachdenken. Trifft nichts davon zu, sollten Sie mit der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer sprechen, damit dieser sich auf das Kind und dessen Probleme einstellen kann. Bei stark ausgeprägter Schulangst wäre auch eine Verhaltenstherapie eine Überlegung wert. In diesen Therapien wird besonders darauf hingearbeitet, das Selbstwertgefühl der Kinder zu verbessern.

Natürlich ist es auch ganz wichtig, die Schule nicht in den Mittelpunkt des Schülerlebens zu stellen oder die Zuwendung nicht von den Noten abhängig zu machen. Hingegen sollten Sie Ihr Kind regelmäßig loben und ihm viel positives Feedback geben. Achten Sie darauf, dass das Kind auch Erfolgserlebnisse aus Freizeitaktivitäten sammelt um das Selbstwertgefühl zu erhöhen. Ihr Kind sollte nicht das Gefühl haben, dass es mit seiner Angst alleine ist. Reden Sie offen über das Problem, berichten Sie bestenfalls von ähnlichen Erfahrungen. Gerade bei Problemen mit MitschülerInnen sollten Sie Ihr Kind dazu ermutigen, Probleme offen anzusprechen und mit den MitschülerInnen eine gemeinsame Lösung der Interessenskonflikte zu suchen.

Sie sollten es jedoch vermeiden, regelmäßig Entschuldigungen zu schreiben. Denn eine Vermeidung des Problems führt eher zu dessen Verstärkung. Vielmehr helfen die positiven Erfahrungen, wenn man Situationen, vor denen man sich gefürchtet, gut gemeistert hat.

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