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Evas Kolumne
Extremsportarten des Alltags oder
"Die Schwimmreifen-Saison"
Jedes Jahr dieselbe Qual: Es bleiben noch ein paar Monate bis zur Bikini- und Badehosen-Saison,
doch die Schwimmreifen in Form von Winterspeck an den Hüften sind längst da. Diesen Fettpolstern
geht es jetzt mit den Extremsportarten des Alltags an den Kragen. Ich habe beschlossen, die
täglichen sportlichen Herausforderungen einmal mit anderen Augen zu sehen und schon wird z.B.
aus gewöhnlichem Stiegensteigen cooles stair climbing.
Tram Chasing
Jeden Morgen dasselbe Spiel: Ich biege um die Ecke, bin noch einen Häuserblock von der Straßenbahnstation entfernt, doch gerade jetzt fährt die Bim ein. Dieses Mal denke ich nicht: Die Straßenbahn wird mir sicher wie immer genau vor der Nase davonfahren. Nein, dieses Mal denke ich positiv, stürme los, renne im Slalom an den Spaziergängern vorbei und versuche gleichzeitig mit meinen Augen den Fahrer zu hypnotisieren. Falls ich die Bim trotzdem verpasse, kann ich ihr immer noch hinterherlaufen, so rasend schnell ist sie sowieso nicht unterwegs. Was ich nicht weiterempfehlen würde: vor die Straßenbahn zu laufen hat zwar schon funktioniert, könnte aber auch schlecht ausgehen.
Stair Climbing
Auch wenn der innere Schweinehund stets für den Lift an Stelle der Treppen plädiert: Je nach Gewicht verbrennt man beim Stiegensteigen rund 40 Kilokalorien in fünf Minuten. Bei der Zürich Versicherungs-AG am Schwarzenbergplatz sind es vom Erdgeschoß bis zur Marketing-Abteilung rund 130 Stufen. In Summe komme ich pro Tag auf 520 Stufen, da die Kantine sich unten befindet. Somit brauche ich mir die kleine Nachspeise zu Mittag nicht zu verkneifen.
Hardcore Forgetting
Wie wahr: Wer es nicht im Kopf hat, muss es in den Beinen haben. Die Schlussfolgerung: Vergessliche Menschen nehmen eher ab. Eine Runde durchs Büro zu spazieren mag auf manche Kollegen befremdlich wirken, hat man jedoch einen guten Grund (habe an Punkt A Sache B vergessen), ist es für alle verständlich. Oder auch nicht.
Intense Cleaning
Ganz ist der Frühling zwar noch nicht da, mit dem Wohnungsputz beginne ich trotzdem schon. Zur Motivation sehe ich mir zuerst den Film Mrs. Doubtfire an (Kennen Sie die Putzszene?), dann hole ich meine lang verschmähten Freunde Staubwedel und Wettex aus dem Abstellkammerl, drehe die Musik auf und los geht's mit dem Cleaning-Workout.
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