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Kindersicherheit im Internet

Kinder sind von Natur aus neugierig und können im Zuge Ihrer Nachforschungen im Internet leider auf für sie ungeeignete Inhalte stoßen. Ein Internetverbot hilft da wenig, da das Netz in der Schule und im Beruf immer wichtiger wird. Verschiedene Methoden helfen Ihrem Kind unpassende Webseiten zu meiden und zu lernen, verantwortungsvoll mit dem Medium umzugehen:

  • Gemeinsam das World Wide Web erkunden

    Zeigen Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn das Internet, erklären Sie, wie ein Browser funktioniert, wie man neue, interessante Webseiten findet und was Werbebanner, Spammails und Pop-ups sind. Recherchieren Sie gemeinsam Kinderseiten, wie zum Beispiel Kidssicher.at. Hier findet Ihr Kind Links zu altersgerechten Webseiten. Kosten- und werbefreie Homepages sollten Sie in einer eigenen Favoritenliste sammeln, sodass Ihr Kind seine Lieblingsseiten leicht wiederfindet.
  • Regeln vereinbaren

    Machen Sie Ihrem Kind klar, dass im Internet auch Gefahren lauern. Es sollte niemals ohne Ihre Erlaubnis:
    • seinen Namen, seine Adresse, Telefonnummer oder den Namen seiner Schule preisgeben,
    • jemandem ein Foto schicken,
    • auf E-Mails von Unbekannten antworten,
    • sich mit jemandem aus dem Internet treffen.
  • Zwei E-Mail-Adressen

    Richten Sie für Ihr Kind zwei E-Mail-Adressen ein: Die eine bekommen nur Freunde und Angehörige, die andere ist die „öffentliche“, die Ihr Kind bei Gewinnspielen, in Foren und Chaträumen bekanntgibt. Letztere sollte immer von den Eltern überprüft werden, da es sich bei den Mails an diese Adresse häufig um Spam handeln kann. Tragen Sie beide Adressen in die Robinsonliste ein, um Ihr Kind vor Werbemails zu schützen.
  • Im Internet suchen

    Die meisten Suchmaschinen verfügen über eine Filterfunktion für pornografische Inhalte, diese sollte auf jeden Fall aktiviert sein. Am besten verwendet Ihr Kind jedoch eine eigene Kindersuchmaschine, wie zum Beispiel die Blinde Kuh oder Frag Finn. Damit findet es nur kindgerechte Webseiten.
  • Einen eigenen Bereich schaffen

    Ihr Kind war im Internet und kurz darauf sind zehn neue Spiele installiert, der Bildschirmhintergrund ist rosa und all Ihre Einstellungen sind verändert? Richten Sie Ihrem Kind ein eigenes, eingeschränktes Benutzerkonto ein (bei Windows unter Start > Systemsteuerung > Benutzerkonten). So kann es seine eigenen bevorzugten Einstellungen vornehmen, aber z.B. keine Software installieren.
  • Online Shopping

    Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahre dürfen nur alltägliche Geschäfte abschließen, für Käufe über das Internet brauchen Sie immer die Zustimmung eines Elternteils. Wurde diese nicht gegeben, so ist der Kauf ungültig. Ältere Jugendliche dürfen online ohne Zustimmung der Eltern einkaufen, solange sie mit Ihrem eigenen Taschengeld bezahlen.
  • Filtersysteme

    Beim Internet Explorer kann eingestellt werden, welche Seiten besucht werden dürfen und welche nicht. Gehen Sie dazu auf Extras, Internetoptionen, Inhalte und aktivieren Sie den Inhaltsratgeber. Unter „gebilligte Sites“ können Sie die passenden Seiten eintragen. Dann gibt es noch Filterprogramme, die man eigens installieren muss: Auch eine Hardwarelösung existiert, also ein Gerät, das an das Modem angeschlossen wird und so die Webseiten filtert: Webclear.
  • Umfassende Kontrollsysteme

    Dann gibt es noch Systeme, die nicht nur filtern, sondern zum Beispiel auch festlegen, wie lange das Kind noch surfen oder welche Programme es ausführen darf:
    • Kindersicherung 2008: kostenpflichtiges Programm, das den Kindern "Zeittaschengeld" spendiert und den Internet-Zugriff kontrolliert.
    • TimeRestrict Free Edition: kostenloses Programm zur Zeit-, Programm- und Internetkontrolle.
    • Parental Filter: kostenpflichtiges Programm, bei dem z.B. die Weitergabe von sensiblen Informationen wie Adresse oder Kreditkartennummer gesperrt werden kann.
  • Eigener Browser für Kinder

    Für Kinder im Alter von drei bis neun Jahren gibt es einen eigenen Browser: Kibrosa. Er ist kostenpflichtig, zum Testen kann aber eine 30 Tage lang gültige Version heruntergeladen werden.

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