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Evas Kolumne

Das nachgiebige Sicherheitsnetz der Golden Gate Bridge

Evas Kolumne Wer sich mit Sicherheit beschäftigt, der weiß auch über das Risiko Bescheid. Vor kurzem habe ich mir die Geschichte des Baus der Golden Gate Bridge in San Francisco durchgelesen, da springt mir dies förmlich ins Auge:

Pro Million Dollar Baukosten wurde mit dem Tod eines Arbeiters gerechnet. 35 Tote wurden in Kauf genommen.

Damit es aber gar nicht so weit kommt, wurde unterhalb der Brücke ein Sicherheitsnetz gespannt. Das war auch dringend nötig, denn während der Bauarbeiten stürzten 19 Arbeiter ab und überlebten den „half way to hell“. Lange Zeit gab es nur einen einzigen Toten, bis zum schicksalhaften 10. Februar 1937. An diesem Tag stürzte ein ganzes Gerüstteil mitsamt Bauarbeitern in das Netz, das dieser Masse nicht gewachsen war. Zehn Menschen starben. Im Endeffekt gab es also 24 Tode „zu wenig“. Ganz gut für die damalige Zeit und so ein imposantes Bauwerk, oder?

Was für eine Niete...

In der Geschichte der Brücke finden sich auch noch andere kuriose Details. Beispielsweise halten 1.200.000 Nieten die Brückentürme zusammen. Die Letzte sollte etwas ganz Besonderes sein und vor Publikum und Presse eingeschlagen werden. Dummerweise wählten sie als Material dafür pures Gold, welches nicht geeignet war. Darauf kamen die Arbeiter aber erst als es sich nach dem Erhitzen und Einschlagen mit dem Hammer einfach löste, ins Wasser fiel und nie wieder gefunden wurde.

Golden Gate Bridge in grau?

Ein Provisorium besteht oft für die Ewigkeit: Die Brücke ist nur deswegen rot, weil das die Farbe des Rostschutzes ist. Eigentlich hätte sie später grau gestrichen werden sollen. Den Einwohnern von San Francisco gefiel das Rot allerdings viel besser.

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