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Der Hype um das aktuelle Trend-Spielzeug bei Kindern und Jugendlichen nimmt kein Ende. Die Handkreisel bzw. sogenannten Fidget Spinner sind das Must-have des Sommers bei der Generation Z – zu dieser zählt man die etwa nach 1995 auf die Welt gekommenen Digital Natives der ersten Stunde, also jene, die schon mit digitalen Medien groß geworden sind.


Ursprünglich ist der Fidget Spinner als Unterstützung für Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizitstörung und Konzentrationsschwierigkeiten entwickelt worden. Er sollte als Tool zum Abbau von Stress und Nervosität dienen, das man beiläufig bzw. zeitgleich mit einer anderen Aufgabe ausführen kann. Mittlerweile wurde das Spielzeug bereits an einigen amerikanischen Schulen verboten, da es die Kinder vom Unterricht ablenkt.

Wünscht sich Ihr Kind nichts lieber als einen Fidget Spinner?

Besonders bei langen Autofahrten in Richtung Sommerurlaub genießt man es als Elternteil natürlich, wenn die Kinder beschäftigt sind. Bei all der Faszination für das Spielzeug sollten Sie jedoch daran denken, dass dieses nicht gänzlich ungefährlich ist. Mittlerweile gab es einige Unfälle, die die versteckten Risiken der Handkreisel offenbaren.

Gefahren des Spielzeugs

  • Der wohl bekannteste Fall ist die 10-jährige Texanerin Britton, die die Buchse des Spinners verschluckt hat. Das röchelnde Mädchen konnte erst durch eine endoskopische Not-OP von dem Spielzeug, das in ihre Speiseröhre gewandert war, befreit werden.
  • Ein weiteres Kind steckte mit dem Mittelfinger in einer der Öffnungen fest. Der Finger ist daraufhin angeschwollen und das Spielzeug konnte ebenfalls erst durch einen Eingriff im Krankenhaus gelöst werden.

Warnung durch Behörde

Nun mahnt auch die Luxemburger Behörde ILNAS zu erhöhter Vorsicht in Bezug auf die Fidget Spinner. Insbesondere beim Kauf gibt es einige Hinweise zu beachten:

  • Kaufen Sie nur Fidget Spinner, die den EU-Richtlinien entsprechen und infolgedessen mit dem CE-Label gekennzeichnet sind.
  • Prüfen Sie, ob die Kleinteile gut befestigt sind. Sollten sich diese lösen, verwenden Sie den Fidget Spinner keinesfalls.
  • Kontrollieren Sie, ob sich die Adresse des jeweiligen Herstellers auf der Verpackung befindet.
  • Informieren Sie sich über die auf dem Produkt angeführten Sicherheitshinweise und Warnungen.
  • Bewahren Sie das Spielzeug außerhalb der Reichweite von Kleinkindern auf.

Übrigens: Erst kürzlich wurde am Frankfurter Flughafen eine große Menge unsicherer Fidget Spinner vom Zoll beschlagnahmt, da diese Importsendungen aus China keine Herstellerhinweise trugen und zudem durch die leicht herauslösbaren LED-Lichter ein großes Gefahrenpotenzial aufwiesen.

Natürlich kann es immer zu Unfällen kommen, unabhängig davon, womit das Kind spielt. Demnach sollten Sie stets darauf achten, dass das Spielzeug Ihres Kindes stets angemessen für dessen Alter und Reife ist.


Quelle: kurier.at, derstandard.at, giga.de

Haben Sie schon Erfahrungen mit dem Fidget Spinner gemacht?


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