
Als ich letzte Woche abends mal spät nach Hause kam, stand ich irgendwie ein wenig neben mir. In die Wohnung hinein, Tasche abgelegt, Jacke aufgehängt, Schuhe ausgezogen, Zähne geputzt, ins Bett und sofort eingeschlafen. Doch am nächsten Morgen…
Mühsam aus dem Bett gewälzt und ins Badezimmer geschleppt, Frühstück ausgelassen (längerer Schlaf ist mir wichtiger) und schon stand ich bei meiner Wohnungstür. Ein Griff aufs Fensterbrett, wo normalerweise mein Schlüssel liegt, führte ins Leere. Wo war der Schlüssel? Alles abgesucht, dann die Erkenntnis: Er ist nicht in der Wohnung! Ich habe dann mit einem etwas flauen Magen die Tür geöffnet und – tadaaaaaa – der Schlüssel steckte. Außen.
Das hat mich im ersten Moment beruhigt, im zweiten dann nicht mehr so. In der Nacht hätte jederzeit jemand hereinkommen können, ohne dass ich es bemerkt hätte. Dass die Haushaltsversicherung so eine Dummheit nicht deckt, sehe ich sogar ein. Genauso gut hätte ein gewiefter Mensch den Schlüssel abziehen und ein Duplikat anfertigen können. Jetzt muss ich wohl längere Zeit zittern und Angst davor haben, dass jemand in meine Wohnung eindringt und dazu nicht einmal richtig einbrechen muss.