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Evas Kolumne

Bombige nächtliche Erlebnisse

Evas Kolumne Schlafwandeln, Albträume: etwas für Anfänger! Meine Nächte sind weitaus aufregender. Erst vor kurzem wachte ich in meinem Bett auf und wusste genau: In meinem Schlafphasenwecker wurde eine Bombe installiert.


Da zu diesem speziellen Wecker auch ein Armband mit Bewegungssensor gehört, war mir sofort klar, dass sowohl der Wecker als auch das Band explodieren würden. Daher befreite ich meinen Arm sofort von dem Sensor und schmiss ihn quer durchs Zimmer. Danach versuchte ich meine Gedanken zu ordnen. Es erschien mir logisch, dass die Bombe beim Weckerläuten detonieren würde. Wäre es bald soweit? Ich wusste es nicht, hatte aber Angst, dass auch das Einschalten der Displaybeleuchtung schlimme Folgen hätte. Also saß ich 5 Minuten lang bewegungslos auf meinem Bett, mit mir selbst ringend und überlegend, wie groß die Reichweite der Bombe wohl sein würde, bis ich zu dem Schluss gelangte: Das hast du dir sicher nur eingebildet!

Da ich mir in der Nacht so oft seltsame Dinge einbilde (normalerweise sind es keine Bomben sondern Spinnen und Kakerlaken) wunderte ich mich auch gar nicht, als mich letztens Frauenschreie aufweckten. Interessiert lauschte ich den Geräuschen und war schon neugierig, was mir mein Gehirn dieses Mal vorgaukeln würde. Zuerst dachte ich, dass ein gieriger Erbe die ältere Frau in der Wohnung über mir erwürgte. Dann merkte ich, dass die Schreie von nebenan kamen. Da die Frau länger nicht zur Ruhe kam, verwarf ich die These, dass sie gerade von ihrem Mann beglückt wurde – vor allem, weil sie hochschwanger war. „Moment… Hochschwanger? Schreie? Die bekommt ihr Kind!“ Völlig fassungslos lauschte ich noch längere Zeit, bis ich die gute Nachricht vernahm: Babygebrüll. Beruhigt schlief ich wieder ein.

Am nächsten Morgen zweifelte ich an meinem nächtlichen Erlebnis. Schließlich kommen Hausgeburten nicht so häufig vor. Doch es stimmte tatsächlich – der neue Hausbewohner war die folgenden Tage DAS Stiegenhausthema schlechthin, denn es waren ja alle mehr oder weniger live dabei gewesen. So fühlt man sich seinen Nachbarn gleich viel näher!

Kommentare unserer Leser

Name Kommentar
Hebamme :-)
Ich bin Hausgeburtshebamme und genau dieses Erlebnis ist Thema bei vielen meiner Erstgespräche: Wie bereitet man die Nachbarn auf die Hausgeburt vor? Die meisten hängen Zettel an die Tür oder informieren die direkten Nachbarn, damit das eben nicht passiert, dass man unwissend im Bett liegt und sich wundert über Schreie in der Nacht. Manche rufen auch die Polizei, was ich persönlich gar nicht schlecht finde, denn wäre Ihr erster Gedanke richtig gewesen mit dem Erben, hätte es frühmorgens vielleicht auch zu spät sein können.
Aber interessanterweise bekommen in den meisten Fällen die Nachbarn gar nix mit von der Hausgeburt, selbst in noch so hellhörigen Wohnungen.
Ich freue mich sehr, dass Sie sich darüber freuen und die Geburt in den eigenen vier Wänden (der schönste und sicherste Ort für eine Geburt) zum Gesprächsthema wird!
DerStandard.at: Geburt Zu Hause so sicher wie im Spital
www.deinehebamme.at

Hatten Sie auch schon seltsame Erlebnisse in der Nacht? Geben Sie Ihren Kommentar ab!


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