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Versicherungen > Haushalt > Rund ums Wohnen > Evas Kolumne: Ausgeraubt

Evas Kolumne

Ausgeraubt!

Zu Beginn meines Urlaubs war ich noch richtig stolz auf mich: Ich hatte die Anti-Diebstahl-Tipps für den Badestrand verinnerlicht und wusste, dass sich bei mir kein Dieb hätte bereichern können. Auch die Handtasche hatte ich stets fest unter dem Arm einklemmt und von der Straßenseite abgewandt. Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich mich freiwillig ausrauben lasse...

...bis wir eines Tage einen Ausflug nach Lindos (ein nettes Dorf im Osten der griechischen Insel Rhodos) machten. Zu Fuß erklommen wir die Akropolis hoch über der Stadt. Da uns dort oben die Hitze buchstäblich erschlug, trotteten wir bald wieder hinunter und begaben uns auf den Weg zum Strand.

Lindos

"Hi girls, where are you from? Are you sisters?", fragten uns zwei freundliche Damen aus Nigeria, schüttelten uns die Hände und ließen uns nicht mehr los. Während sie ganz nett plauderten, banden sie jeder von uns ein gelbes Armband mit drei bunten Perlen um, befragten uns zum Thema Boyfriend und Karriere und murmelten irgendwelche Segenswünsche. Wir waren so überrumpelt, dass wir einfach nur dastanden und alles mit uns geschehen ließen, bis dann schließlich der unausweichliche Satz kam: "Just give me what you want!" Als ich noch nach dem kleinsten meines Kleingeldes kramte, gab meine beste Freundin ihrem Gegenüber schon zwei Euro, was nur verständnisloses Kopfschütteln hervorrief. Auf den 20-Euro-Schein im Geldbörsel schielend meinte die Afrikanerin, dass sie eh wechseln könnte.

Und so zahlten wir für ein ungewolltes Armband (das vermutlich nicht einmal 10 Cent wert ist) und einen Zauberspruch acht Euro. Jede von uns. Das Armband nehme ich nie wieder ab. So ein teurer Segenswunsch MUSS ja wirken! Wobei ich aber gar nicht wissen werde, ob er tatsächlich hilft, da ich keine Ahnung habe, was sie mir eigentlich gewünscht hat...

Evas Kolumne


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