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Evas KolumneVerhinderte AutodiebeErinnern Sie sich noch an meine Mai-Kolumne zum Thema Autodiebstahl? Damals hatte ich einen Unschuldigen des Autoknackens beschuldigt. Vorletztes Wochenende war ich etwas erfolgreicher: Doch kein Audi für den AutodiebAls ich gegen Mitternacht zu Fuß in meine Gasse einbog, fiel mir zuerst nichts Ungewöhnliches auf. Plötzlich merkte ich, dass ein Mann gebückt neben einem Audi stand, nervös wurde und sich sofort vom Auto entfernte. Als er ein paar Meter weiter weg war, schlenderte er plötzlich betont lässig über die Straße, beäugte mich dabei die ganze Zeit äußerst skeptisch. Ich tat so, als würde ich nach meinem Handy suchen, begab mich dann aber ins Haus und beobachtete noch eine Zeit lang vom Fenster aus das Auto. Der Bösewicht traute sich jedoch nicht an den Tatort zurück. Ha! Endlich habe ich eine Straftat verhindert! Bestohlene DiebeBekannte von Freunden meiner Eltern (die besten Erlebnisse haben doch immer die entfernt Bekannten!) gingen einen Schritt weiter: Sie bestahlen den Dieb. Und das kam so: Die Welt ist ein DorfFamilie Müller* fuhr mit dem Auto für einen Tag nach Prag, um die Stadt zu erkunden und auch ein wenig einzukaufen. "Die Welt ist ein Dorf!", dachten sie, als sie auf einem Parkplatz der tschechischen Hauptstadt das Auto ihrer Nachbarn - Familie Meier* - stehen sahen. Zu ihrem Bedauern liefen sie ihnen beim Stadtbummel nicht über den Weg. Als sie am frühen Abend wieder zu Hause ankamen, befand sich Familie Meier gerade im Garten. Die Begrüßung "Hallo Max*, hallo Susi*, wir haben uns heute in Prag wohl verpasst!" rief nur verwunderte Gesichter hervor. Familie Meier war gar nicht in Prag gewesen! Oje - Herr Müller fürchtete, ein Geheimnis verraten zu haben. Womöglich hatte Herr Meier ja ein Stelldichein mit seiner Geliebten in Prag, und seine Ehefrau wusste nichts davon... Es war schließlich ganz sicher sein Auto, das Kennzeichen war dasselbe. Herr Meier, ein rechtschaffener Mann, hatte jedoch den ganzen Tag zu Hause bei seiner Gattin verbracht. Da schwante ihnen allen Böses, Familie Meier lief zur Garage, öffnete das Tor und fand sie leer vor! Das geliebte Auto war frech aus der Garage gestohlen worden! Wer anderen eine Grube gräbt..."Solche frechen #%$&§ Diebe!" Herr Meier konnte sich kaum zurückhalten. Besser gesagt: Er hielt sich nicht zurück. Er schnappte wild entschlossen den Zweitschlüssel, borgte sich ein Auto, fuhr mit Herrn Müller nach Prag, fand seinen PKW tatsächlich noch am Parkplatz vor und stahl ihn einfach zurück! Das Gesicht, das die Diebe bei der Entdeckung des Diebstahls gemacht haben, hätte ich nur zu gerne gesehen.
*Name von der Redaktion geändert
Evas KolumneZum Thema Autodiebstahl
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