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Versicherungen > Auto > Rund ums Auto > Evas Kolumne: Öffis und ihre Tücken

Evas Kolumne

Öffentliche Verkehrsmittel und ihre Tücken

Seit ich in Wien wohne, bin ich praktisch nur mehr mit den drei B’s (Bus, Bim und Bahn) unterwegs. Das Auto vermisse ich nicht - vor allem dann nicht, wenn alle anderen früher aus dem Haus gehen, weil sie noch Scheiben kratzen müssen oder sich auf eine lange Parkplatzsuche einstellen. Sie wissen ja gar nicht, was für ein Spaß (?) Ihnen entgeht, wenn Sie auf die Öffis verzichten!


Letztens in der Bahn: Ich nahm neben dem Fenster Platz (natürlich sitze ich immer in Fahrtrichtung, sonst wird mir schlecht) und legte meinen Rucksack auf den Sitz neben mir. Kurz darauf kam ein älterer Herr, der sich neben mich setzen wollte. Fatalerweise hatte ich seine Geschwindigkeit unterschätzt, denn gerade als ich meinen Rucksack wegziehen und den Platz räumen wollte, saß er auch schon auf meiner Tasche. An das Milchpackerl im Rucksack denkend war schnelles Handeln gefragt, doch ich war vorerst nur schockiert. Der gute Mann merkte nicht einmal, dass er auf meiner Tasche saß! Etwas fassungslos brachte ich dann doch meine Bitte hervor: „Ähhh… Entschuldigung? Sie sitzen auf meinem Rucksack!


Daraufhin erhob er sein Gesäß für ein paar Millisekunden, sodass ich mein Gepäck unter ihm wegziehen konnte. Allerdings setzte er sich so schnell wieder hin, dass er trotzdem noch auf den Trageriemen saß. Was soll’s – das Milchpackerl hat es überlebt. Mein seltsamer Gefährte klappte anschließend das Tischchen vor sich herunter, legte seinen Kopf darauf und verabschiedete sich ins Land der Träume. Alle zehn Minuten, wenn er aufwachte, sich kurz aufsetzte und in meine Richtung atmete, fiel ich fast in Ohnmacht. Mit dem Mundgeruch könnte er als Bodyguard arbeiten – da traut sich bestimmt niemand an den Schützling ran.


Wanted: Sandale Das war nur eines von vielen amüsanten Erlebnissen in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich könnte auch noch von dem Deutschen am Bahnhof erzählen, der sich laut eigener Aussage „tief im Inneren“ genauso fühlte wie mein T-Shirt-Aufdruck, welcher lautete: „Ich darf nicht hinein“. Oder von dem Amnesty-International-Keiler bei der U-Bahn, der vor nichts zurückschreckte – nicht einmal vor einem Heiratsantrag. Oder von meinem Aschenputtel-Abenteuer, als ich im Zug einen Schuh verlor und der Schaffner mir nicht helfen wollte, da er die ganze Zeit nach der versteckten Kamera suchte… Das würde aber vermutlich die Aufmerksamkeitsspanne des typischen Internet-Users sprengen. Also verbleibe ich mit einer Bitte: Falls Sie in einem Zug über eine einzelne Sandale stolpern, schicken Sie sie bitte an die Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft. Vielen Dank!

Evas Kolumne


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