Autofahren im Winter
Kein Problem für den vorbereiteten Fahrer
Einige Autofahrer freuen sich wie Schneekönige über die winterlichen Fahrbedingungen:
endlich driften! Andere fürchten die Gefahr, die von eisigen oder schneebedeckten Straßen ausgeht.
Widrige Straßenverhältnisse sind allerdings kein Problem für Fahrer, die vorbereitet sind und wissen,
wie Sie im Notfall reagieren müssen.
Ausrüstung und Auto vorbereiten
Im Winter sind
Winterreifen am allerwichtigsten, und auch vom Gesetz her vorgeschrieben.
Das Fahren mit Sommerreifen auf einer Schneefahrbahn gilt als
grobe Fahrlässigkeit. Bei der
Kaskoversicherung
von Zurich Connect sind Sie auf Wunsch aber auch dann versichert, wenn Sie einen Unfall grob fahrlässig
herbeigeführt haben.
Fahrtechnik im Winter
- Auf Glatteis wegfahren:
Bei Glätte sollten Sie im zweiten Gang anfahren, lassen Sie die Kupplung langsam kommen und fahren Sie sanft weg. Manchmal geht es leichter, wenn Sie etwas abseits von der Fahrspur wegfahren. Auch später sollten Sie die Motordrehzahl möglichst niedrig halten.
- Bremsprobe:
Testen Sie die Straßenverhältnisse, indem Sie während der Fahrt kurz etwas kräftiger bremsen – natürlich nur, wenn niemand hinter Ihnen fährt. Setzen Sie, wenn Ihr Auto kein ABS hat, auf glatten Fahrbahnen die „Stotterbremse“ ein: bremsen, Bremse lösen, bremsen, Bremse lösen und so weiter. So blockieren die Räder nicht und Sie können weiterhin lenken.
- Abstand halten:
Was sich im Sommer auf trockener Straße gerade noch ausgeht, wird unter winterlichen Bedingungen zu einem Auffahrunfall, deswegen: Halten Sie ausreichend Abstand.
- Gegen den Strom schwimmen:
Auf den eingefahrenen Spurrillen bildet sich leichter Glatteis, meiden Sie diese daher und fahren Sie etwas seitlich davon.
- Es geht bergab:
Hinunter kommen Sie auf jeden Fall, es fragt sich nur wie: Schalten Sie beim Bergabfahren in einen niedrigen Gang und bremsen Sie nur mit der Motorbremse.
- Schneeketten:
Auf einer Schneefahrbahn helfen oftmals nur noch Schneeketten. Montieren Sie die Ketten einmal in Ruhe zu Hause, damit Sie im Ernstfall nicht lange herumprobieren müssen. Aufgepasst: Schneeketten müssen immer an den Reifen der Antriebsachse montiert werden, bei Autos mit Allradantrieb gibt die Betriebsanleitung Auskunft. Spannen Sie die Ketten nach kurzer Fahrt nach und fahren Sie langsam - maximal 50km/h.
- Vorsicht Glätte:
Besonders vor Brücken, Wäldern und Senken sollten Sie Ihr Tempo reduzieren, da es dort oft feuchter ist und sich daher leichter Glatteis bildet. Auch wenn „nur“ Laub liegt, sollten Sie vorsichtig sein, da es hier ebenfalls rutschig werden kann. Vermeiden Sie auf den glatten Stellen hektische Lenkbewegungen.
- Im Schleudergang:
Kommen Sie trotz aller Vorsicht ins Schleudern kuppeln Sie aus und versuchen Sie, gegenzulenken.
- Im Schnee stecken geblieben?
Versuchen Sie die Schaukeltechnik: Wechseln Sie rasch zwischen dem 2. Vorwärtsgang und dem Rückwärtsgang und nützen Sie den Schwung. Das funktioniert nicht? Suchen Sie nach Hilfsmitteln, die unter die Antriebsräder gelegt werden können, zum Beispiel Split, Sand oder auch Fußmatten.
- Zum Spaß driften üben:
Suchen Sie sich einen leeren, schneebedeckten Parkplatz, drehen Sie ein paar schnelle Runden und bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie Ihr Auto bei Glätte reagiert. Noch besser wäre natürlich ein Fahrsicherheitstraining, wo Sie lernen, wie Sie im Notfall reagieren müssen. Allerdings reicht dieses einmalige Training nicht aus, da die richtige Reaktion im Unterbewusstsein verankert sein muss. In der Hektik haben Sie keine Zeit zu überlegen, ob Sie jetzt beim Schleudern auf die Kupplung steigen müssen oder nicht.
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